Wer hat Angst vor der Pressemitteilung?

Pressemitteilungen sind wichtige Kommunikationskanäle für soziale Initiativen, vor denen sich niemand scheuen muss. Die richtige Formulierung ist keine Geheimwissenschaft und auch die formalen Anforderungen sind schnell erlernt. Unser Beitrag stellt einige Praxishilfen im Internet zum Umgang mit Pressemitteilungen vor.

Viele soziale Projekte nutzen Presseveröffentlichungen, um über Ihre Arbeit zu informieren. Dies ist ein guter Weg, um jenseits der eigenen Website aktuelle Themen und Ereignisse aktiv einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Mancherorts ist die Scheu vor der Kontaktaufnahme mit der Presse aber groß, weil über das „Wie“ einer Pressemitteilung Unsicherheit besteht. Dass das Verfassen einer Pressemitteilung keine Geheimwissenschaft und bei Beachtung einiger Grundregeln relativ leicht von der Hand geht, zeigen einige Praxishilfen im Internet:

startsocial
Äußerst empfehlenswert, weil praxisorientiert und mit vielen ganz handfesten Tipps (zum Beispiel zu Umfang, Schriftgröße, Zeilenabstand oder zum besten Zeitpunkt des Versandes), ist beispielsweise der Artikel von Caroline Dahns, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von startsocial„Tue Gutes und rede darüber“. Er informiert leicht verständlich und kompakt über die wichtigsten Anforderungen an Pressemitteilungen, wie z.B. Umfang (kaum mehr als eine Seite), Wichtigkeit (abnehmend), Inhalt (6 W-Fragen) oder zum Versand (per Mail als Klartext und als PDF). Unter https://www.startsocial.de/presse/pressemitteilungen finden sich übrigens viele praktische Beispiele von Pressemitteilungen durch startsocial selbst.

Harald Ille
Wer sich die Inhalte lieber in einer kleinen Präsentation anschaut, wird bei Harald Ille fündig. Er vermittelt ähnliche Inhalte, jedoch anhand praktischer Formulierungsbeispiele und recht anschaulich in dieser Slideshare-Präsentation:

Virtuelle Akademie
Ein kurzes Video der Virtuellen Akademie der Friedrich Naumann Stiftung gibt – wenngleich eher bezogen auf die Arbeit politischer Initiativen – einen Überblick über die häufigsten Fehler von Pressemitteilungen. Sperriger Einstieg, nichtswagende Zitate, zu detailliert – dies sind Fehler, die leicht vermieden werden können.

Piratenpartei
Nicht zuletzt zeigt ein Überblick der Piratenpartei, wie eine interne Regelung für eine Organisation aussehen kann. Interessant darin ist auch der ausführliche Erläuterung sogenannter „Nachrichtenwerte“ – also Inhalte, die eine Nachricht berichtenswert machen. Dazu zählen etwa Aktualität, Prominenz, Human Interest / Öffentliches Interesse, Konflikt oder Dramatik. Darüber hinaus finden sich auch hier zahlreiche Formulierungsfehler und ihre mögliche Vermeidung (z.B. „jetzt“ statt „zum jetzigen Zeitpunkt“) sowie eine ganze Reihe von Sprach- und Stilregeln beim Verfassen eingängiger Texte – nicht nur für Pressemitteilungen hilfreich!


In eigener Sache
Nach der Challenge ist vor der Challenge: Auch 2014 sammeln wir weiter Spenden für unser Zuhause in Hamburg. Sie finden unsere Arbeit gut und wollen uns unterstützen? Hier haben Sie die Möglichkeit dazu…


— Was sonst noch war (Unsere Internet-Fundstücke der letzten Zeit) —

Unternehmenskooperationen, Engagement älterer Berufstätiger und Gewinnung von Vorständen: Anke Werner (Kölner Freiwilligen Agentur e.V.) im Interview. http://goo.gl/lVmJhm

Willkommen im neuen Jahr! Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Euren Vorhaben und Projekten! Vielleicht hilft Euch diese kleine „Arbeitshilfe“ für die Umsetzung guter Vorsätze http://wp.me/p2gRWv-ci

Sozialen start-ups geht es nicht nur um’s Geld:
http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/mehr-als-rendite-wie-start-ups-die-welt-verbessern-wollen/9252812.html

Der Koalitionsvertrag aus engagementpolitischer Sicht: Die#BBE-Analyse:
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/12/NL25_Kommentar_Klein_Embacher.pdf

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